Viper Jet MK II
Edge 540 T
Bellanca
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Doublemaster
Motorspatz
Arcus E
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ASG 29 E
DG 202
Ventus 2 cxM 1:3
Ventus 2 cxM 1:5
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Projeti
Projeti Night Flight
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Scania Truck
Mercedes AMG
Projeti blue

Rasantes Delta im handlichen Format

Für fortgeschrittene Piloten eine Aufforderung zum fliegerischen Wettkampf. Der quirlige Projeti begeistert sowohl durch seinen pfeilschnellen Flug (gemessene Geschwindigkeit über 200 km/h), als auch durch seine gutmütigen Langsamflugeigenschaften (landet im Schritt-Tempo) Das geringe Fluggewicht, die ausgefeilte Aerodynamik und der hohe Wirkungsgrad des Druckpropeller-Antriebs verleihen dem Projeti ein sehr grosses Leistungspotential.

Ein Mega-Spass für alle, die es schnell lieben. Der Projeti zählt zu den erfolgreichsten Wettbewerbsmodellen beim Fun-Flying-Racing des DMFV.

Technische Daten des Modells:
- Spannweite: 820 mm
- Gewicht: 525 g
- Gesamtflaecheninhalt: 15.50 dm2;
- gemessener Stromverbrauch: 17,6 Ampere

Steuerung über:
- Höhenruder
- Querruder
- Motorregelung

verwendete RC-Komponenten:
- Höhenruder: Servo FS 61 BB Carbon Digital Cool
- Querruder: Servo FS 61 BB Carbon Digital Cool
- Empfänger: Robbe/Futaba R 617 FS 2,4 GHz
- Regler: Roxxy BL Control 960-6
- Stromversorgung: LiPo-Akku 3S1P 11,1V 2500mAh 20C



Testbericht: Projeti

Im Neuheitenheft 2009 stellt die Robbe Modellsport GmbH einen neuen kleinen Flitzer, den Projeti, in 3 verschiedenen Dekoren vor. Mit den Bestellnummern 3290, 3291, und 3292 bekommt man den neuen Funjet im Tiger-Design oder in Rot bzw. Blau.

Wer den Bausatz im Fachhandel ordert, bekommt einen großen Karton mit bunten Frontbildern der drei Designs. Öffnet man den Baukasten, kommt, wie nicht anders aus dem Hause Robbe gewohnt, ein sauber verpackter Bausatz, sortiert in mehreren Tüten nach Baugruppen inklusive mehrsprachiger Bauanleitung zum Vorschein. Der Funjet besteht aus einem weißen Styroporkörper und allen bereits fertig lackierten und gefrästen Anbauteilen. Das erste Erscheinungsbild ist prima. Also Tüten auf und frisch ans Werk.





1 Bauabschnitt:

Zu Beginn muss der geschäumte Modellkörper von den überschüssigen Rändern entlang der Rumpfkontur befreit werden. Das geht am Besten mit einer neuen scharfen Klinge. Anschließend müssen die Rumpfgondel und die Tragflächen mit 400er Schleifpapier vorsichtig verschliffen werden, um die kleinen Nippel des Schäumens zu entfernen. Keine Scheu, das dauert keine 10 Minuten. Nun werden die 2 Servos, bei mir vom empfohlenen Typ FS 61 BB Carbon digital, in die dafür vorgesehenen Servoschächte eingebaut. Entgegen der Bauanleitung diese mit 5 Minuten Epoxi einzukleben, habe ich beide mit doppelseitigem Tesa-Gewebeklebeband oben und unten festgeklebt. Das hält hervorragend, da die Servos stramm in die Schächte passen. Die Kabel wurden in die dafür vorgesehenen Schlitze gesteckt und durch einen Durchbruch in den Rumpf geführt. Damit die Kabel bis zum Empfänger reichen, mussten die Stecker abgeschnitten und die Kabel verlängert werden.





2 Bauabschnitt:

Schon geht es mit dem Dekor los. Entsprechend der hervorragend bebilderten Bauanleitung soll das Tragflächendesign, was auch für die Festigkeit wichtig ist, komplett in einem Arbeitsgang auf die Ober- und Unterseite um die Nasenleiste herum in einem Schritt aufgebracht werden. Dafür sind auf dem Dekorbogen zu Ermittlung der Mitte für die Nasenleiste des Dekors kleine rote Punkte an der Wurzel und am Randbogen angebracht. Damit man das Ganze hinbekommt, sollte man dies, wie beschrieben, unbedingt mit viel Wasser und ggf. einem Helfer machen. Dafür wurde eine alte Sprühflasche zur Hälfte mit Wasser befüllt und drei Tropfen Spülmittel dazu gegeben.

Dekorbogen ausschneiden, Fläche und Dekorbogen richtig nass machen und dann den Dekorbogen am Querruder ansetzen und positionieren. Durch das Wasser kann man das Ganze verschieben bis es passt. Mit einem Kunststoffrakel, der auf der einen Seite mit Fleece bezogen ist, wird dann einfach das Wasser unter dem Dekorbogen nach aussen geschoben und mit einem Papiertuch trocken getupft. Super einfach, hätte ich nicht gedacht. Toll ist, daß mit dem Dekor der Schlitz für die Servokabel direkt verschlossen ist. Am Randbogen habe ich den Dekorbogen wie aufgedruckt mit einer alten Nagelschere eingeschnitten und um den Randbogen geklebt. Das Ganze sollte man jetzt über Nacht in Ruhe trocknen lassen, damit die Restfeuchte unter der Folie verdampfen kann und das Dekor auch richtig festklebt. Fertig!





3 Bauabschnitt:

Nun geht es an die Anlenkung der Querruder. Diese werden mit einem scharfen Messer abgetrennt, da sie durch das Schäumen noch mit dem Flügel verbunden sind. Anschließend werden die mitgelieferten gefrästen GFK-Ruderhörner mit Epoxi-Harz angeklebt und die Ruderanlenkungen erstellt.
Zum Abschluss werden die tiefgezogenen Querruderabdeckungen ausgeschnitten, zurechtgeschliffen und mit doppelseitigem Tesa-Gewebeklebeband auf die Tragflächen geklebt. Durch den vorherigen Streifen über den Servos hält das hervorragend.





4 Bauabschnitt:

Es folgt der Antriebseinbau. Ich habe mich für das Standardantriebsset Bestellnummer 2516 entschieden, mit der Bestellnummer 2517 gibt es zusätzlich ein Leistungsantriebsset mit einem größeren Motor. Die tiefgezogene Motorwanne wird mit Epoxi-Harz auf das Heck des Fliegers geklebt. Entsprechend der 2 verschiedenen Motoren hat die Wanne zwei Anschläge. Bei Wahl des größeren, längeren Motors, muss der erste Anschlag mit einem Bohrer entfernt werden. Anschließend werden die Heckverstärkungen angeklebt, der Motor mit Kabelbindern und der Propeller mit einem Alumitnehmer auf der Welle befestigt. Die Rumpfnase wird mit Epoxi-Harz festgeklebt und die obere Rumpfabdeckung, sowie die Kabinenhaube mit den mitgelieferten Klettbändern, fixiert. Um das Modell später auszuwiegen, das passiert übrigens auf dem Rücken, werden oben in die Tragfläche 2 kleine mitgelieferte gefräste GFK Dreiecke links und rechts in die Fläche geklebt.





5 Bauabschnitt:

Nun fehlen nur noch die Seitenleitwerke. Diese sollen laut Bauanleitung mit dem mitgelieferten Dekorbogen beklebt werden. Da die Seitenleitwerke aus Balsaholz ausgestanzt sind, werden sie zunächst verschliffen. Da man das Dekor hier natürlich nicht mit Wasser aufbringen kann, gibt es beim Bekleben der Art, wie bei den Tragflächen, nur einen Versuch. Das machte mich etwas skeptisch, denn wenn hier, aufgrund des Verschleifens der Ruder, diese nicht genau zum Dekor passen, schaut nachher irgendwo das blanke Holz raus. Genauso war es dann auch beim ersten Seitenleitwerk. Daher entschied ich mich beim Zweiten, es erst mit einem Rest Oracover Klebefolie komplett weiß zu bügeln und das Dekor dann mit Wasser, wie bei der Tragfläche, darauf aufzubringen. Das ging dann wieder leicht von der Hand. Abschließend wurde in die Klebenuten der Tragflächenober- und unterseite ein wenig Epoxi-Harz aufgebracht und die Seitenleitwerke fluchtend zu einander festgeklebt. Zu guter Letzt wurde Akku, Empfänger und Regler im Rumpf verstaut und die Programmierung überprüft.





Einfliegen

Der Tag der Entscheidung auf dem Flugplatz rückte näher, und der Projeti wurde seinem Element übergeben. Der Motor wurde gestartet, und mein Kollege warf das Modell in einem leicht angestellten Winkel gegen den Wind. Problemlos und absolut unkritisch. Mit Vollgas wurde auf Höhe gegangen und der Schwerpunkt mit Motor aus kontrolliert. Passt! Die GFK-Dreiecke sitzen also an der richtigen Stelle. Sofort ging es mit Vollgas durch die Figuren. Looping, Rolle, Rückenflug - alles vom Feinsten. Das Modell macht richtig Spaß. Nach ca. 6 Minuten mit dem empfohlenen Akku 3S1P 2500 mAh 20 C wurde gelandet. Auch das, wie vom Hersteller beschrieben: „einfach, sorglos und sehr langsam“. Nach dem Laden stellte sich zu Hause heraus, dass aus dem Akku erst ca. 950 mAh verbraucht waren, d.h. der Akku dürfte für ca. 9 bis 10 Minuten - je nach Belastung - reichen. Dabei ist allerdings ein Drehzahlabfall nach ca. 6 bis 7 Minuten festzustellen.
Die weiteren Flüge haben, bei einer Flugzeit von 10 bis 11 Minuten, dann einen Verbrauch von 1750 mAh ergeben.





Fazit

Der Bausatz des Projeti aus dem Hause Robbe Modellsport zeichnet sich durch Qualität und Passgenauigkeit aus. Alle Teile sind gut verarbeitet und lassen sich auch von einem ungeübten Modellbauer gut zusammenfügen. Wer also einen kleinen Funjet bauen möchte, ist hier absolut gut beraten.



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